Trauerstaatsakt für Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth

Rita Süssmuth war eine Ausnahmeerscheinung. Als Ministerin und Bundestagspräsidentin zeigte sie große Unabhängigkeit. Mit einem Trauerstaatsakt wird die im Februar verstorbene Politikerin nun in Berlin gewürdigt.

Für die verstorbene ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth findet am Dienstag ein Trauerstaatsakt statt. Zuvor gibt es um 10 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale. Im Anschluss beginnt der Trauerstaatsakt im Plenarsaal des Bundestags um 12 Uhr.

Süssmuth war am 1. Februar im Alter von 88 Jahren gestorben. Im Juni 2024 hatte sie eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht. Geboren wurde Süssmuth 1937 in Wuppertal. Mit 34 Jahren wurde sie Professorin der Erziehungswissenschaften. Sie war in den 1970er-Jahren Lehrstuhlinhaberin an der Universität Dortmund. 1981 trat sie in die CDU ein und wurde unter dem damaligen Kanzler Helmut Kohl 1985 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Ein Jahr später wurde ihr zusätzlich das Ressort Frauen zugesprochen. So wurde sie Deutschlands erste Bundesfrauenministerin. Von 1988 bis 1998 war Süssmuth als zweite Frau nach Annemarie Renger (SPD) Bundestagspräsidentin und damit auch erste Parlamentspräsidentin im wiedervereinigten Deutschland.

Neben Bundestagspräsidentin Julia Klöckner werden bei dem Staatsakt auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und - auf Wunsch der Verstorbenen - der Autor und Journalist Heribert Prantl im Bundestag sprechen.

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