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TK: Zahl der Kinderkrankengeld-Anträge sinkt um neun Prozent

In Hamburg ist die Zahl der krankheitsbedingten Kinderkrankengeld-Anträge rückläufig: Bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherte Eltern stellten im vergangenen Jahr 25.984 Anträge, das sind knapp neun Prozent weniger als 2022 (28.232 Anträge), wie die TK am Freitag mitteilte. Die meisten Anträge seien in den Erkältungsmonaten Februar und November 2023 eingegangen, hieß es. „Mit knapp 70,5 Prozent wurden mehr als zwei Drittel der Kindergeldanträge im Jahr 2023 von Frauen gestellt“, sagte Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. Eltern können einen Antrag stellen, wenn sie sich um ein krankes Kind bis elf Jahre kümmern und deshalb nicht arbeiten können.

Im zweiten Pandemiejahr 2021 verzeichnete die TK nach eigenen Angaben mit rund 39.600 Anträgen einen Höchstwert. „2023 konnten weite Teile der Gesellschaft zur Normalität zurückkehren und so mussten Eltern auch weniger Anträge auf Kinderkrankengeld stellen“, erklärte Puttfarcken.

Während der Corona-Zeit gab es das pandemiebedingte Kinderkrankengeld. Es griff laut TK, wenn Kinder aufgrund pandemiebedingter Maßnahmen wie Schulschließungen zu Hause betreut werden mussten. Der Anspruch darauf lief Anfang April 2023 aus, bis dahin wurde es im Jahr 2023 von TK-versicherten Eltern noch 317 Mal beantragt. Zum Vergleich: 2021 gingen laut der Kasse fast 18.000 Anträge auf pandemiebedingtes Kinderkrankengeld ein.