Artikel teilen:

Tipps zum Besuch des Guatavita-Sees

Von der Hauptstadt Bogotá aus ist der See von Guatavita ein Halbtagesausflug; ein sehr lohnenswerter.

Seit 1965 steht der See von Guatavita als historische Naturstätte unter Schutz – ein faszinierender Ort für Forscher, Touristen und Geschichtsinteressierte. Europäische Plünderungsversuche früherer Jahrhunderte sind Vergangenheit. Heute herrscht das Bewusstsein für die kulturelle und geistliche Bedeutung dieses Ortes für das Volk der Muisca und für ganz Kolumbien vor.

Die Lagune, die von einer atemberaubenden Andenlandschaft umgeben ist, unterliegt strengen Regulierungen, um die Auswirkungen des Tourismus zu begrenzen und die seltenen lokalen Arten zu schützen. Es gilt ein striktes Bade- und Angelverbot.

Eine Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit und kühlen Temperaturen in 3.100 Metern Höhe hat hier die Ausbildung eines Páramo-Ökosystems ermöglicht – einer einzigartigen Pflanzenformation in den tropischen Anden. Endemische Pflanzenarten regulieren den Wasserkreislauf, indem sie Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und langsam an den Boden abgeben.

Die Besuche sind immer geführt; es gibt nur einen möglichen Pfad mit einer langen Treppe von etwa 700 Stufen. Bei den rund zweistündigen geführten Touren erfährt man von den alten Riten der Muisca, der Geschichte der spanischen Eroberung und der Legende von El Dorado – eine eindrückliche Erfahrung präkolumbianischen Lebens.

Es gibt keine direkten öffentlichen Verkehrsmittel vom rund 60 Kilometer entfernten Bogotá zum See. Eine preisgünstige Option – neben Mietwagen oder Uber-Taxi – ist der Bus von Bogotá Terminal Salitre oder vom Terminal del Norte nach Guatavita/Sesquile (Fahrzeit 1,5 bis 2 Stunden). Von Guatavita/Sesquile geht es – nur an Wochenenden und Feiertagen – per Kleinbus weiter zur Lagune; unter der Woche nur per Uber.