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TikTok geht gegen Videos zu Bin-Laden-Brief vor

Die Video-Plattform TikTok geht nach eigenen Angaben gegen Videos zu einem Pamphlet des 2011 getöteten Terroristenführers Osama bin Laden vor. In dem 2002 verfassten Brief, der inmitten des Nahostkrieges aktuell neue Aufmerksamkeit erfährt, rechtfertigt Bin Laden unter anderem die Terroranschläge vom 11. September 2001. Videos dazu würden “proaktiv und offensiv” gelöscht, teilte TikTok mit. Zudem werde untersucht, wie die Videos auf die Plattform gelangen konnten. Inhalte, die das Schreiben bewerben, verstießen “eindeutig gegen unsere Regeln zur Unterstützung jeglicher Form von Terrorismus”, hieß es.

Zuvor hatte der britische “Guardian” eine vor rund zwei Jahrzehnten veröffentlichte vollständige Übersetzung von Bin Ladens “Brief an das amerikanische Volk” von seiner Website gelöscht. Diese sei ohne den vollen Kontext in Sozialen Medien geteilt worden. Stattdessen verwies die Zeitung auf einen früheren Artikel, der den Brief einordnet. Weiter berichtete der “Guardian”, dass Videos zu dem Brief in dieser Woche in mehreren Sozialen Netzwerken verbreitet worden seien. Unklar sei jedoch, wie weit die Verbreitung reiche.

In Medienberichten und Social-Media-Posts war die Rede davon, dass Videos zu dem Brief des früheren Chefs der Terrororganisation Al-Kaida millionenfach angesehen worden seien. Demnach hätten sich Tausende Nutzer zustimmend zu dessen Inhalt geäußert. Dabei sei auch ein Bezug zum aktuellen Nahostkrieg hergestellt worden.

TikTok teilte dazu mit, die Zahl der Videos zu dem Thema auf der Plattform sei klein. Berichte darüber, dass diese auf TikTok viral gegangen seien, seien ungenau. Dies gelte nicht nur für TikTok, sondern sei auf mehreren Plattformen und in den Medien aufgetreten.