Textilien-Skulptur erinnert an Umweltschäden durch Fast-Fashion

Mit einer fünf Meter hohen Kunstinstallation aus Textilmüll protestiert am 19. November die Umweltorganisation Greenpeace in Nürnberg gegen Fast-Fashion. Anlass ist die sogenannte Black Week (21. bis 28. November), in der Fast-Fashion-Konzerne mit Rabattaktionen zum Kauf von billiger Kleidung aufrufen, teilt Greenpeace Nürnberg am Dienstag mit. Die Kunstinstallation aus Textilabfällen will auf Umweltschäden durch immer schnellere Zyklen von Billigmode aufmerksam machen und wird von 11 bis 14 Uhr auf dem Ludwigsplatz neben dem Ehekarussell zu sehen sein, hieß es.

Die Installation, nach einem Entwurf von der Künstlerin Emanuele Jane Morelli, besteht aus Textilien, die Greenpeace aus den Müllbergen des Kantamanto-Markts von Accra in Ghana gesammelt hat. Dort führen aussortierte Altkleider, auch aus Deutschland, zu einer massiven Umweltverschmutzung, teilten die Aktivisten mit. Die Modeindustrie hinterlasse weltweit immer größere Müllberge.

Greenpeace fordert ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz nach französischem Vorbild. Dort gibt es eine Fast-Fashion-Abgabe bis zu 5 Euro und ein Werbeverbot für Kleidung, die besonders umweltschädlich oder kurzlebig ist. Das Gesetz - den Angaben nach das erste weltweit - beschränkt sich zunächst auf Plattformen wie Shein und Temu. Greenpeace sieht es dennoch als ersten Schritt, „den zerstörerischen Trend der Wegwerfmode zu stoppen“. (3528/11.11.2025)

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