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Synode beschäftigt sich mit Aufarbeitung sexualisierter Gewalt

Sachsens evangelische Landessynode kommt vom 17. bis 20. November zu ihrer Herbsttagung zusammen. Neben den Haushaltsberatungen steht das Thema sexualisierte Gewalt auf der Tagesordnung, wie die sächsische Landeskirche mitteilte. Die Synode nimmt dazu am 18. November einen Bericht zur theologischen Aufarbeitung in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens entgegen. Auch Betroffene sexuellen Missbrauchs sollen in der Plenarsitzung zu Wort kommen.

Einige von ihnen hatten die sächsische Landeskirche für ihr Zögern bei der Aufarbeitung von sexueller Gewalt kritisiert. Unter anderem geht es um Missbrauchsvorwürfe gegen den 2013 verstorbenen Chemnitzer Diakon Kurt Ströer. Er hatte laut den Betroffenen jahrzehntelang Kinder und Jugendliche missbraucht. Die Vorwürfe waren erst 2021 öffentlich bekannt geworden.

Erwartet wird auf der Tagung zudem ein Bericht von Sachsens evangelischem Landesbischof Tobias Bilz. Am Eröffnungstag arbeiten die 80 Mitglieder der Landessynode zunächst in den Ausschüssen. Nach einer abendlichen Andacht in der Dreikönigskirche beginnt die diesjährige Herbsttagung im Plenum.

Zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs hatte die Landeskirche 2020 eine unabhängige Kommission eingerichtet sowie eine Meldestelle. Bisher sind knapp 50 Fälle erfasst worden.