SWR freut sich über Verantwortung für ESC innerhalb der ARD

Der SWR-Intendant Kai Gniffke freut sich darüber, dass der Südwestrundfunk (SWR) von 2026 an innerhalb der ARD erstmals federführend verantwortlich für den Eurovision Song Contest (ESC) ist. Dies sei eine große Ehre, sagte er am Dienstag bei der Online-Jahrespressekonferenz des Senders. Am 28. Februar um 20.15 Uhr fällt in Berlin beim deutschen Finale die Entscheidung, wer Deutschland bei der 70. Ausgabe des ESC am 16. Mai in Wien vertreten wird. Neun Acts treten mit neun Songs an, die von einer internationalen Jury bewertet werden. Durch die Live-Show, die im Ersten zu sehen ist, führen erstmals gemeinsam Barbara Schöneberger und Hazel Brugger.

Weitere Programmhöhepunkte des SWR sind 2026 die siebenteilige Comedy-Serie „Stardust-Hotel“, die in einem Grand Hotel spielt, das auf eine Raumstation ausgelagert wurde. Und die Horror-Mysterie-Serie „House of Young“, in der zwei Mädchen einer deutsch-chinesischen Familie in einem Haus im Schwarzwald spurlos verschwinden. Das Konzept der Serie war 2024 Sieger des Ideenwettbewerbs „Tief im Südwesten“ geworden. Laut Clemens Bratzler, Programmdirektor beim SWR, wolle man durch diese neuen Genres andere Zielgruppen erreichen.

Ab sofort sind die „Nachrichten in Leichter Sprache“ online verfügbar. Laut Schätzungen der „Aktion Mensch“ hätten 7,5 Millionen Menschen in Deutschland Schwierigkeiten, komplexe Sätze zu verstehen, sagte Amélie Fröhner aus der Redaktion Barrierefreiheit im SWR. Ziel sei, dass „alle Menschen an gesellschaftlichen Themen, die den Südwesten und die Welt beschäftigen, teilhaben und sich informieren können“.

Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz und in Zeiten, in denen Deutschland vor großen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehe, brauche es für die Meinungsbildung einen unabhängigen Journalismus und verlässliche Informationen, sagte Intendant Gniffke. Fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal wird der SWR im Sommer multimedial über die heutige Situation der Menschen dort berichten.

Im März 2026 wird die ARD Audiothek in „ARD Sounds“ umbenannt. Dort werden dann insgesamt 40 Radio-Apps integriert sein. Auch neue SWR-Podcasts wie: „Wo ist Sanelas Schwester?“ werden dort zu hören sein, in der eine junge Frau aus der Nähe von Mainz auf der Suche nach ihrer angeblich toten Schwester ist. Die SWR Recherche-Unit hilft ihr bei der Suche. (0364/10.02.2026)

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