Von einer Rekordbeteiligung bei der diesjährigen Ökumenischen Weihnachtsbaumaktion berichtet die Studierendenseelsorge in Nürnberg. Man könne so viele Päckchen wie noch nie an Bedürftige verteilen, sagte die katholische Hochschulseelsorgerin Bettina Hornung dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch. 2.470 Päckchen seien gepackt worden, knapp 1.000 mehr als im vergangenen Jahr. Eine richtige Erklärung für den Anstieg gebe es nicht, sagte Hornung, sie denke aber, „dass es ein Statement ist, dass wir uns nach Miteinander sehen und wieder mehr umeinander kümmern wollen“.
An dreizehn verschiedenen Standorten in Nürnberg hingen an Weihnachtsbäumen 4.400 verschieden farbige Wunschzettel. Jede Farbe der Kärtchen steht für eine Institution in Nürnberg oder in der Region. An der Aktion nehmen beispielsweise die Wärmestube, die Diakonie, Obdachlosenpensionen, die Bahnhofsmission oder die Straßenambulanz teil. Interessierte konnten sich eine Karte mitnehmen, die darauf angegebenen Produkte wie Hygieneartikel, Kaffee oder Socken kaufen, weihnachtlich verpacken und an einer der Sammelstationen abgeben.
Die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) und die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) in Nürnberg verteilen in diesen Tagen die Geschenke an die Einrichtungen. „Die meisten Geschenke gehen an die Flüchtlingswohnheime“, so die evangelische Studierendenpfarrerin Tabea Baader. Aber auch den Obdachlosenpensionen und der Ökumenischen Wärmestube können eine größere Zahl an Sammelkisten übergeben werden.
Die Weihnachtsbaumaktion der beiden christlichen Hochschulgemeinden startete 2010 und fand in diesem Jahr zum 16. Mal statt. Seither wurden insgesamt 21.820 Geschenke verteilt. „Wir achten darauf, dass es sinnvolle Geschenke sind und sprechen im Vorfeld mit den Einrichtungsleitern“, so Baader. „Die Beschenkten fühlen sich dadurch wertgeschätzt, nicht selten ist es das einzige Geschenk, dass sie zu Weihnachten erhalten“, so Bettina Hornung. (3958/17.12.2025)