Studie: Politisches Vertrauen ist eine soziale Frage

Alter, Einkommen und soziale Teilhabe beeinflussen das Vertrauen in Bundestag und EU deutlich. Der Deutsche Alterssurvey warnt vor Risiken für die demokratische Stabilität.
Studie: Politisches Vertrauen ist eine soziale Frage
Der aktuelle Alterssurvey beleuchtet, wie Alter und Einkommen das Vertrauen prägen
Imago / Wolfgang Maria Weber

Je höher das Alter und Einkommen, desto größer ist das Vertrauen der Menschen in politische Institutionen wie Bundestag oder Europäische Union. Das ist ein Ergebnis des Deutschen Alterssurveys "Politisches Vertrauen und wahrgenommene soziale Exklusion in der zweiten Lebenshälfte", den das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) in Berlin veröffentlicht hat. Die Ergebnisse beruhen laut den Angaben auf der Basis von Daten aus dem Winter 2023/2024.

Politisches Vertrauen sinkt bei Gefühl sozialer Ausgrenzung

Menschen, die sich gesellschaftlich ausgeschlossen fühlten, vertrauten hingegen politischen Institutionen und Akteuren deutlich seltener, so das DZA. Das Deutsche Zentrum für Altersfragen mahnt daher ein stärkeres Bewusstsein in Politik und Gesellschaft dafür an, dass das Empfinden sozialer Ausgrenzung ein ernstzunehmendes Problem sei. Es könne langfristig auch die Stabilität demokratischer Strukturen beeinträchtigen.

Zur Zeit der Befragung gaben Menschen in der zweiten Lebenshälfte an, dass sie in die Justiz, Wissenschaft und Polizei ein großes Vertrauen setzten, weniger jedoch in die Bundesregierung oder den Bundestag. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Altersfragen unterschieden sich Männer und Frauen nicht darin, auf welche politische Institutionen sie setzten.

Was der Deutsche Alterssurvey über politisches Vertrauen verrät

Der Deutsche Alterssurvey ist laut eigenen Angaben eine repräsentative Quer- und Längsschnittbefragung von Personen in der zweiten Lebenshälfte. Im Rahmen der Studie werden seit beinahe drei Jahrzehnten Menschen auf ihrem Weg ins höhere und hohe Alter regelmäßig befragt. Der Deutsche Alterssurvey wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

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