Studie: Jugendliche bleiben für eigenes Leben optimistisch

Jugendliche sind mit ihrem Leben zufrieden, doch Kriege und politische Spannungen trüben den Blick auf die Zukunft. Die neue Sinus-Studie zeigt, wovor junge Menschen sich am meisten sorgen.
Studie: Jugendliche bleiben für eigenes Leben optimistisch
Jugendliche bleiben persönlich zuversichtlich, auch wenn Zukunftsängste wegen Krieg und Politik zunehmen
Imago / YAY Images

Jugendliche in Deutschland blicken weiterhin optimistisch in ihre eigene Zukunft, nicht aber in die des Landes oder der Welt. Das geht aus veröffentlichten Ergebnissen der aktuellen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Krankenkasse Barmer hervor. Demnach blicken 80 Prozent optimistisch in ihre persönliche Zukunft, aber nur noch 44 Prozent in die Zukunft Deutschlands. Im Jahr 2021 lag der Anteil noch 18 Prozentpunkte höher. Bezogen auf die Welt, sank der Anteil im selben Zeitraum von 44 auf 36 Prozent.

Jugendstudie zeigt stabile Zukunftszuversicht

Für die laut Barmer repräsentative Studie wurden im vergangenen Herbst bundesweit 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt. Dabei blieb der Anteil derjenigen, die die eigene Zukunft optimistisch sehen, gegenüber vorherigen Befragungen nahezu konstant. 82 Prozent - und damit mehr als in den Vorjahren - sind mit dem eigenen Leben eher oder sehr zufrieden.

«Jugendliche trennen offenbar zwischen einer unsicheren und schwer beeinflussbaren Welt und ihrer eigenen Zukunft», sagte Barmer-Chef Christoph Straub. «Diese können sie selbst in die Hand nehmen und gestalten.» Es bleibe zu hoffen, dass dieser persönliche Optimismus trotz der bundesweiten und globalen Herausforderungen nicht abnehme.

Jugendstudie: Größte Sorge vor Kriegen

Die größte Zukunftssorge der Jugendlichen sind laut Umfrage Kriege. Sie bereiten aktuell 63 Prozent große Bedenken, und damit noch einmal mehr als im Jahr 2023 mit 53 Prozent. Arbeitsplatzsuche und Ausbildung bereiten hingegen nur 23 beziehungsweise 18 Prozent der Befragten große Sorgen. Diese Werte hätten sich gegenüber einer Befragung im Jahr 2022 nur wenig verändert. Mehr Sorgen verursachen der Klimawandel (44 Prozent) und politischer Populismus und Extremismus sowie Umweltverschmutzung (jeweils 43 Prozent).

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