Studie: Jeder Fünfte greift im Job regelmäßig auf KI zurück

Eine neue Studie zeigt: KI-Anwendungen sind im Arbeitsalltag weit verbreitet. Vor allem leicht zugängliche Texttools werden genutzt, während Unternehmen komplexere Systeme einführen.
Studie: Jeder Fünfte greift im Job regelmäßig auf KI zurück
Eine ifo-Studie zeigt, wie häufig Beschäftigte in Deutschland Künstliche Intelligenz nutzen - Imago / Sven Simon
Jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland nutzt laut einer repräsentativen Studie bei der Arbeit regelmäßig Künstliche Intelligenz (KI). Das hat das Münchner ifo-Institut unter Verweis auf eine mit anderen Forschungseinrichtungen durchgeführte Erhebung mitgeteilt. Rund 64 Prozent der Arbeitnehmer haben KI demnach bereits eingesetzt, die meisten nutzen sie nur gelegentlich. "Zudem wurde die KI-Hauptanwendung nur bei etwa einem Drittel der Nutzenden auch vom Unternehmen eingeführt - zwei Drittel nutzen KI demnach also eigeninitiativ", sagte Oliver Schlenker, Vize-Leiter des Ludwig-Erhard-ifo-Zentrums für Soziale Marktwirtschaft.

Studie zeigt hohe Verbreitung von KI-Anwendungen wie ChatGPT

Die individuelle Nutzung konzentriert sich laut Studie stark auf leicht zugängliche Textwerkzeuge wie ChatGPT. Diese würden von über 80 Prozent der KI-Nutzenden verwendet. Die arbeitgebergesteuerte Nutzung von KI-Tools konzentriere sich auf komplexere oder kostspieligere Anwendungen wie die Sprach- oder Bildverarbeitung. "Die Beschäftigten berichten jedoch auch, dass die betriebliche Einführung von KI mit einer höheren Nutzungshäufigkeit, mehr Weiterbildungsangeboten, mehr KI-basierter Supervision und höheren Produktivitätsgewinnen einhergeht", ergänzte Schlenker.

KI-Studie basiert auf repräsentativer Befragung

Die Ergebnisse basieren nach ifo-Angaben auf Auswertungen der zweiten Befragung zur Verbreitung und Auswirkungen von Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung von 2024. Das Institut hat die Analyse demnach mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung, dem Bundesinstitut für Berufsbildung und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin durchgeführt. Die Umfrage umfasse rund 9.800 Interviews und sei repräsentativ für die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Die dargestellten Ergebnisse zeigten Korrelationen und Zusammenhänge, keine kausalen Effekte.

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