Studie: Auch Gen Z bei der Wahl des Verkehrsmittels pragmatisch

Vor ein paar Jahren hieß es noch, junge Menschen wollten heutzutage kein Auto mehr. Nun zeigt eine Studie: Die meisten machen dennoch den Führerschein. Eine Expertin sieht nachlassende Hoffnung als Ursache.

Menschen zwischen 16 und 27 Jahren nutzen tendenziell häufiger den öffentlichen Nahverkehr - doch sie entscheiden von Fall zu Fall, welches Verkehrsmittel am sinnvollsten ist. Das zeigt eine Studie der ADAC Stiftung, die am Donnerstag veröffentlicht wird. 59 Prozent der jüngsten Befragten nutzen demnach mindestens einmal pro Woche Bus oder Bahn; in der Gesamtbevölkerung gilt das für 35 Prozent.

Ebenso seien E-Scooter, Leihräder und Car-Sharing bei der Gen Z besonders beliebt, heißt es weiter. Die Vorständin der ADAC Stiftung, Christina Tillmann, sprach von "weniger Fixierung aufs Auto" als früher. Zugleich hätten die Jüngeren offenbar ihre Zuversicht verloren, "durch individuelles Verhalten Dinge zum Guten beeinflussen zu können" - und setzten daher auf Pragmatismus. So haben 58 Prozent in der Gen Z bereits einen Führerschein; 27 Prozent wollen ihn in Kürze machen. "Darin unterscheidet sich die Gen Z so gut wie gar nicht von ihren Vorgängergenerationen", heißt es.

Den Angaben zufolge wurden gemeinsam mit dem SINUS-Institut und der Universität Duisburg-Essen 3.615 Personen zwischen 16 und 74 Jahren online repräsentativ befragt, mit einem Schwerpunkt auf Personen zwischen 16 und 27 Jahren.

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