Der Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen fordert nach dem mehrtägigen Stromausfall verbindliche Krisen- und Notfallpläne für die vulnerable Gruppe. Kälte, Dunkelheit und der Wegfall der Kommunikationswege träfen Menschen mit Behinderungen in besonderer Weise, erklärte der Vorsitzende des Landesbeirats, Thomas Seerig. Der Ausfall etwa von elektrischen Hilfsmitteln könne teilweise zu akuten und lebensbedrohlichen Gefährdungen führen.
Der Landesbeirat verlangt unter anderem eine barrierefreie Krisenkommunikation. Diese solle etwa in Leichter Sprache oder Gebärdensprache verfügbar sein. Pflege- und Assistenzdienste sollten besser auf längere Stromausfälle vorbereitet werden. Außerdem will der Landesbeirat, dass Behindertenvertretungen verbindlich an der Krisenvorsorge und dem Katastrophenschutz beteiligt werden.
