Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Arbeiten am Dach der Kirche St. Peter und Paul im Sömmerdaer Ortsteil Tunzenhausen mit 20.000 Euro. Die Dachkonstruktion des Kirchenschiffs sei durch Fäulnis und Holz zerstörende Insekten hochgradig geschädigt, teilte ein Stiftungssprecher am Freitag in Bonn mit. Zudem trage die vorhandene Deckung mit Betondachsteinen zusätzlich durch die hohe Last zur Gefährdung des Daches bei.
Eine urkundliche Erwähnung der Kirche datiert den Angaben zufolge aus dem Jahr 1328. Nach einem Dorfbrand 1725 errichtete man die Kirche neu unter Verwendung von Teilen des Vorgängerbauwerks. Die aus Natursteinen aufgebaute Kirche besteht aus einem westlichen Baukörper mit barocker Haube, Laterne und Nadelhelm und einem sich östlich anschließenden Langhaus.
Zwischen 2019 und 2020 ist bereits die Dachkonstruktion des Turms sowie das darunterliegende Mauerwerk umfassend saniert worden. In diesem Teil des denkmalgeschützten Gebäudes hatten Insekten- und Schwammbefall zu einer akuten Einsturzgefahr geführt. An der Sanierung des Gotteshauses hat sich wiederholt auch die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung Kiba) beteiligt.