Viele kennen die Sorge, eine Aufgabe eh nicht zu bewältigen - oder die Unlust, wenn man am ersten freien Tag der Woche denkt: Eigentlich müsste ich noch dieses und jenes erledigen. Beides lässt sich überwinden.
Wohl jeder schiebt unliebsame Aufgaben vor sich her. Der Berliner Psychotherapeut Hans-Werner Rückert hat einige Tipps, wie man dem inneren Schweinehund Beine machen kann:
- : Auch wenn viele der aufgeschobenen Tätigkeiten "nicht besonders lustvoll" sind, "sollte man nicht bei der Unlust stehen bleiben", sagt Psychotherapeut Rückert. Wer Unliebsames angeht, stärkt sein Selbstwertgefühl.
- : Statt sich selbst unter Druck zu setzen, sollte man die positiven Aspekte sehen, wenn eine aufgeschobene Aufgabe endlich erledigt ist. Bei längst überfälligen Steuererklärungen kann beispielsweise eine zu erwartende Rückzahlung motivieren. Auch die Möglichkeit, eine Steuersoftware zu verwenden und dadurch etwas Neues dazulernen zu können, kann einen Anreiz bieten.
- : Wer sich mit der Steuererklärung überfordert fühlt oder beispielsweise mit dem Softwareprogramm für diese Erklärung nicht zurecht kommt, sollte sich nicht scheuen, Freunde oder Bekannte um Hilfe zu bitten.
- : Immer wieder gerne verschoben wird das Entrümpeln des Kellers. Rückert empfiehlt, das Projekt als Gemeinschaftsevent zu gestalten: Freunde dabei ungestört stöbern lassen und am Ende entscheiden, was man selbst behalten möchte und was mitgenommen werden darf.
- : Allein, im stillen Kämmerlein mag man zwar ungestört an einer wichtigen Abschlussarbeit für die Universität arbeiten können; aber mitunter bleibt die Motivation auf der Strecke. Rückert rät, sich regelmäßig mit Kommilitonen zu treffen, die ebenfalls an wichtigen Arbeiten sitzen. In einem solchen Rahmen herrsche "ein anderer Spirit, als wenn man seine Arbeit heroisch alleine macht".