Steinwürfe auf Argentiniens Präsidenten Milei

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Provinz Buenos Aires musste Argentiniens Präsident in Sicherheit gebracht werden. Die Angriffe auf wirtschaftsliberale Politiker häufen sich. Nur knapp haben Steinwürfe den Kopf von Argentiniens Präsident Javier Milei verpasst. Der Vorfall ereignete sich bei einem Wahlkampfauftritt in der Provinz Buenos Aires. Sicherheitskräfte brachten Milei und seine Schwester und engste Beraterin […]

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Provinz Buenos Aires musste Argentiniens Präsident in Sicherheit gebracht werden. Die Angriffe auf wirtschaftsliberale Politiker häufen sich.

Nur knapp haben Steinwürfe den Kopf von Argentiniens Präsident Javier Milei verpasst. Der Vorfall ereignete sich bei einem Wahlkampfauftritt in der Provinz Buenos Aires. Sicherheitskräfte brachten Milei und seine Schwester und engste Beraterin Karina Milei sofort in Sicherheit. Der lokale Kandidat des Milei-Lagers, José Luis Espert, wurde mit dem Motorrad fortgebracht.

Zuletzt hatte es immer wieder gewaltsame Übergriffe auf Vertreter des libertären Milei-Lagers gegeben. Die Regierung macht den linksextremen Flügel der Opposition für die Gewalt verantwortlich. Milei steht innenpolitisch unter Druck. Zuletzt sorgten Audio-Mitschnitte für Aufregung, die nahelegen, dass Mileis Schwester Karina sowie ein weiterer Angehöriger des engsten Beraterstabes Schmiergeldzahlungen im Gegenzug für staatliche Aufträge verlangt haben sollen.

Urheber der Aussagen ist der Direktor der nationalen Behindertenbehörde, Diego Spagnuolo, der bereits suspendiert ist. Milei widersprach den Vorwürfen und erklärte: "Alles, was er sagt, ist eine Lüge - wir werden ihn vor Gericht bringen." Die Märkte reagierten allerdings skeptisch: Aktien und Währung erlebten Verluste; ein Indikator dafür, dass die Wirtschaft offenbar schwere Turbulenzen erwartet.

In den nächsten Wochen stehen richtungsweisende Wahlen an. Am 7. September wird in der bevölkerungsreichen Provinz Buenos Aires gewählt; Ende Oktober stehen die "Halbzeit-Wahlen" für Senat und Kammer an.

Milei hatte durch harte Kürzungen und eine Liberalisierung der Wirtschaft die hohe Inflation binnen eines Jahres auf 2,8 Prozent gedrückt und die Wachstumsraten auf zuletzt über 5 Prozent steigern können. Zudem sank auch die zunächst unter Milei gestiegene Armutsrate; der Staatshaushalt schrieb erstmals seit vielen Jahren wieder Schwarze Zahlen.

Harte Kritik gibt es an Kürzungen von Sozialausgaben, die zu allwöchentlichen Demonstrationen der Rentner führten. Auch Einsparungen im Bereich der Menschenrechtspolitik führen zu Protesten. Immer wieder gibt es Ausschreitungen auf beiden Seiten. Zuletzt wurden Dutzende Menschen verletzt; ein Fotograf erlitt schwere Kopfverletzungen.

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