Aufmerksamkeit für Obdachlose im kalten und gefährlichen Winter: Traditionell besucht der Bundespräsident in der Adventszeit ein soziales Projekt in der Hauptstadt. In diesem Jahr gab es dabei einen besonderen Anlass.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, gerade in Krisenzeiten weiter gegen Wohnungslosigkeit zu kämpfen. Man müsse mit den vorhandenen Möglichkeiten dagegenhalten, sagte er am Donnerstag bei einem Besuch des Berliner Straßenmagazins "Strassenfeger" zu dessen 30-jährigem Bestehen.
Steinmeiers Frau Elke Büdenbender bat darum, dass überall im Land die Menschen helfen, wenn sie können. Das wäre ein großes Zeichen von Nächstenliebe und auch Unterstützung und Wärme für die Gesellschaft, so Büdenbender. Das Bundespräsidentenpaar verteilte bei dem Besuch auch eine warme Suppe an Bedürftige.
Der Bundespräsident dankte dem Trägerverein des Magazins stellvertretend für alle Projekte in Deutschland, die sich um wohnungslose Menschen kümmern: "Wir brauchen diese Menschen, nicht nur in der Vorweihnachtszeit, an Weihnachten, sondern an 365 Tagen im Jahr."
Die Helfer brächten Wärme zu den Menschen in der Gesellschaft, "die die soziale Kälte, aber auch die klimatische Kälte dieser Tage erfahren", so Steinmeier weiter. Die Menschen hätten Angst davor, dass etwa Zuschüsse für Hilfsangebote in den kommenden Jahren eher knapper werden könnten. Die gestiegene Zahl der Wohnungs- und Obdachlosen schaffe zudem Konkurrenz um die bestehenden Angebote der Unterstützung.