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Statistik: Zahl der Einbürgerungen im Saarland auf Höchstwert

Im Saarland sind im vergangenen Jahr insgesamt 2.787 Menschen eingebürgert worden. Dies sei der höchste jemals ermittelte Wert seit Einführung der Statistik im Jahr 2000, teilte das Statistische Amt Saarland am Freitag in Saarbrücken mit. Im Vergleich zu 2023 sei die Zahl der Einbürgerungen um 439 Menschen (18,7 Prozent) gestiegen. Im Jahr 2021 seien es noch 837 Einbürgerungen gewesen.

Der Trend aus den Vorjahren sei durch das 2024 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts nochmals verstärkt worden, erklärten die Statistiker. Die nötige Aufenthaltsdauer für eine Einbürgerung ist demnach auf bis zu drei Jahre verkürzt worden. Zudem könnten die Menschen ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten.

Die häufigsten Herkunftsländer sind den Statistikern zufolge Syrien (1.788 Einbürgerungen), die Türkei (101 Einbürgerungen), Italien (78 Einbürgerungen), die Russische Föderation (60 Einbürgerungen) und Afghanistan (57 Einbürgerungen). Syrerinnen und Syrer seien damit zum vierten Mal in Folge die am häufigsten eingebürgerte Nationalität.

Mit Blick auf die Altersverteilung stellten Menschen zwischen 18 und 44 Jahren die größte Gruppe. Sie machten mit 57,3 Prozent (1.597 Menschen) die meisten Einbürgerungen aus. Danach folgten Unter-18-Jährige (30,2 Prozent), 45- bis 60-Jährige (10,3 Prozent) und Über-60-Jährige (2,2 Prozent), erklärte das Statistische Amt.