Hatespeech wird im Internet immer häufiger. Inzwischen sind 34 Prozent aller Internetnutzer betroffen. Die Auslöser für Anfeindungen und Beleidigungen sind vielfältig.
Jeder Dritte stößt im Netz auf Hass und Hetze. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, gaben 34 Prozent aller Internetnutzer an, in den ersten drei Monaten des Jahres 2025 auf Hatespeech, rassistische Äußerungen, Hassrede wegen sexueller Orientierung oder Religion und ethnischer Herkunft getroffen zu sein. Das waren 6 Prozentpunkte mehr als bei der vorausgegangenen Befragung im Jahr 2023.
Wer auf Hass und Hetze im Netz stieß, gab unterschiedliche Themen als Gründe an. 85 Prozent betonten, es sei um politische oder gesellschaftliche Ansichten gegangen. 62 Prozent beobachteten rassistische Äußerungen und 53 Prozent Angriffe wegen sexueller Orientierung. 52 Prozent sagten, sie seien mit Beleidigungen aufgrund von Religion oder Weltanschauung konfrontiert gewesen.
Basis der Statistik sind Einzelbefragungen im Zuge des sogenannten Mikrozensus, der "Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien". In diesem Jahr wurden dazu bundesweit 9.000 Haushalte mit 14.000 Personen befragt, wie eine Sprecherin des Bundesamts erläuterte. Die Befragung sei damit repräsentativ für die deutsche Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren.