Der Münchner Tenor Jonas Kaufmann ist in den großen Opernhäusern der Welt zu Hause. Warum gerade in Krisenzeiten Musik und Musiktheater seiner Ansicht nach den Menschen helfen können.
Jonas Kaufmann (56), Star-Tenor, schwärmt von der Musik als einer universalen Sprache. Mit dieser könne man, ohne die Worte verstehen zu müssen, Emotionen transportieren, sagte der Münchner Sänger der “Passauer Neuen Presse” vom Dienstag. “Das ist großartig, weil es Musik gibt, die einen zum Nachdenken anregt oder aus einer dunklen Phase wieder ganz ans Licht ziehen kann.” Gerade in Krisenzeiten habe es immer einen großen Bedarf an Musik und speziell an Musiktheater gegeben, das den Menschen helfe, für ein paar Stunden ihre Sorgen zu vergessen.
Er selbst könnte ohne Musik nicht leben, gestand der Künstler. “Wenn ich nicht Sänger wäre, hätte ich wahrscheinlich einen Beruf gefunden, der es mir erlaubt, viel Zeit für Musik zu finden.” Natürlich sei es aber ideal, wenn man seine Leidenschaft zum Beruf machen könne: “Das wünsche ich jedem auf dieser Welt.” Nach Ansicht von Kaufmann sind es Kultur und Sport, wodurch es möglich ist, über alle Grenzen hinweg Gemeinsamkeiten finden zu können. Für ihn sei dabei Musik ein Schlüssel, um Menschen wieder näher zueinander zu bringen.