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Star-Regisseur Francis Ford Coppola wird 85

“Ich könnte gut und gerne 100 Jahre alt werden oder mehr”, ließ Francis Ford Coppola unlängst verlauten. “Das bedeutet, dass ich noch etwa 20 Jahre produktiv sein könnte.” Der Regisseur hat jedenfalls noch Pläne.

Regisseur und Produzent Francis Ford Coppola wird am Sonntag (7. April) 85 Jahre alt. Der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln zählt zu den bedeutendsten Vertretern des “New Hollywood”, die in den 60er-Jahren damit begannen, gesellschaftliche Probleme und Veränderungen in ausdrucksstarken Filmen auf die Leinwand zu bringen. Seinen kommerziellen Durchbruch schaffte Coppola 1972 mit dem Mafia-Epos “Der Pate”, dem er 1974 und 1990 zwei weitere Teile folgen ließ.

Als eine der Meilensteine der Filmgeschichte gilt “Apocalypse Now”, mit dem Coppola 1979 den Wahnsinn des Vietnam-Krieges in Szene setzte. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Coppola mit zahlreichen Hollywood-Superstars zusammen wie Fred Astaire, Marlon Brando, Al Pacino, Tom Cruise und Val Kilmer. Coppola erhielt unter anderem fünfmal den Oscar, die wichtigste Auszeichnung der Filmbranche.

In diesem Jahr soll seine lang angekündigter Monumentalfilm “Megalopolis” in die Kinos kommen. Darin erzählt Coppola die Geschichte eines Architekten, der New York als utopische Stadt der Zukunft wiederauferstehen lassen will. Die Besetzungsliste enthält beispielsweise die Namen von Adam Driver, Forest Whitaker, Shia LaBeouf und Dustin Hoffman.

Angeblich soll auch Talia Shire, die Schwester Coppolas, eine Rolle übernommen haben. Mit seiner Ehefrau Eleanor, einer Künstlerin und Dokumentarfilmerin, hat Coppola drei Kinder. Tochter Sofia – die für “Lost in Translation” ebenfalls einen Oscar erhielt – und Sohn Roman sind ebenfalls in der Filmbranche tätig. Coppolas ältester Sohn Gian-Carlo kam 1986 bei einem Bootsunfall ums Leben.

Coppola ist bekannt dafür, dass er für seine Filmprojekte und seine künstlerische Freiheit große finanzielle Risiken eingeht und sich dafür immer wieder auch mit dem System Hollywood anlegt. Für die Entwicklung von “Megalopolis” trennte er sich Medienberichten zufolge von einem Teil seines Weinimperiums, das er in Kalifornien besitzt. Laut eigenem Bekunden investierte er bislang über 100 Millionen US-Dollar in den Film.