Veranstaltungen in Innenstädten müssen immer stärker gesichert werden. Das geht ins Geld. Deshalb fordert der Städtetag jetzt mehr finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern.
Die hohen Sicherheitskosten für Weihnachtsmärkte machen laut dem Deutschen Städtetag den Veranstaltern zunehmend zu schaffen. Auch der Aufwand für die Sicherheit von anderen Veranstaltungen in den Innenstädten sei in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, sagte Christian Schuchardt (CDU), Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, dem “Münchner Merkur”. Die deutlich höheren Anforderungen seien notwendig, stellten Betreiber und Städte aber vor enorme finanzielle Herausforderungen. Schuchardt war bis Ende Juni Oberbürgermeister von Würzburg.
Viele der Maßnahmen, die hohe Kosten verursachten, sollen potenzielle Terroranschläge verhindern, erklärte der Kommunalpolitiker: “Terrorabwehr ist aber eigentlich keine kommunale Aufgabe.” Der Städtetag fordere daher Bund und Länder auf, künftig die Finanzierung von solchen Sicherheitsmaßnahmen zu übernehmen. Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin ist Terrorabwehr Aufgabe des Staates. Das Urteil gilt der Zeitung zufolge allerdings nur für Märkte in der Hauptstadt.