Der Speyerer Weihbischof Otto Georgens geht zum Jahresende in den Ruhestand. Der katholische Theologe habe anlässlich seines 75. Geburtstags am 2. Dezember Papst Leo XIV. seinen altersbedingten Amtsverzicht angeboten, teilte das Bistum Speyer am Freitag mit. Georgens gehe davon aus, dass diese Bitte angenommen werde. Der 1950 in Weisenheim am Berg geborene Stellvertreter von Bischof Karl-Heinz Wiesemann ist seit mehr als 30 Jahren im Amt und gilt damit als einer der dienstältesten Bischöfe der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.
Bischof Wiesemann beabsichtigt den Angaben zufolge, derzeit für das Bistum Speyer keinen neuen Weihbischof zu erbitten. Georgens habe sich bereit erklärt, als emeritierter Weihbischof weiterhin bischöfliche Aufgaben wahrzunehmen: „Ich freue mich, wie bisher im Dom zu Speyer und in den Gemeinden des Bistums Gottesdienste feiern zu können und dabei den Predigtdienst zu übernehmen.“ Weihbischöfe („Hilfsbischöfe“) unterstützen Bischöfe bei der liturgischen, pastoralen und administrativen Leitung ihrer Bistümer.
#Sekretär der ehemaligen Bischöfe Wetter und Schlembach
Georgens war Sekretär der Speyerer Bischöfe Friedrich Wetter und Anton Schlembach und wurde 1986 Pfarrer in Eppenbrunn im Landkreis Südwestpfalz. 1994 wurde er Dekan in Pirmasens. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1995 zum Weihbischof in Speyer. Seit 2009 ist Georgens dort Bischofsvikar für weltkirchliche Aufgaben. Er gehört in der Deutschen Bischofskonferenz der Liturgiekommission, der Kommission Weltkirche sowie der Unterkommission für Entwicklungsfragen der Deutschen Bischofskonferenz an. Auch vertritt er als Delegierter die Bischofskonferenz bei der Vollversammlung der französischen Bischöfe. Ein Anliegen ist Georgens die Pflege der weltkirchlichen Beziehungen, so mit dem Partnerbistum Cyangugu in Ruanda.