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Sozialministerin verurteilt Gewalt an Frauen

Die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) hat Gewalt an Frauen am Freitag scharf verurteilt. „Es ist entsetzlich, dass noch immer so viele Frauen Gewalt im eigenen Zuhause erfahren – meist verübt durch Menschen aus dem engsten persönlichen Umfeld“, sagte sie laut Mitteilung anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen an diesem Samstag (25. November).

Gewalt gegen Frauen haben ihren Ursprung oft in patriarchalen Gesellschafts- und Machtstrukturen, sagte Scharf weiter. Ein gesellschaftliches Umfeld, das unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen ignoriere oder verharmlose, schaffe einen Nährboden für Gewalt. Es brauche daher mehr Bewusstsein und Sensibilität für das Thema. Gewalt dürfe keinen Platz haben – nicht in der Öffentlichkeit, nicht im digitalen Raum und vor allem nicht zuhause.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern prangerte indes sexuelle Belästigung und Gewalt in der Arbeitswelt an. „Es ist an der Zeit, konkrete Maßnahmen für eine Arbeitswelt zu ergreifen, die frei von Diskriminierung, Belästigung und Gewalt ist“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Verena Di Pasquale. Dem Schutz von Frauen müsse insgesamt eine höhere Priorität zukommen: Bei der Frauenhausinfrastruktur liege Bayern bundesweit auf dem vorletzten Platz.

Laut des Bundesfamilienministeriums wird in Deutschland jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer oder sexualisierter Gewalt. (00/3835/24.11.2023)