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Söder fordert Runden Tisch zu Elementarschäden-Pflichtversicherung

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Pflichtversicherung für Elementarschäden bei Naturgefahren. Es müsse für Gebäude ein „kollektives System“ wie beim Auto geben, sagte Söder der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag). Es müsse einen Runden Tisch von Versicherungs-Wirtschaft und Politik geben, um eine für Bürger, Versicherungen und Staat machbare Lösung zu entwickeln. Aktuell gibt es keine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden wie Hochwasser. Das heißt, Hausbesitzer müssen sich nicht dagegen versichern – Versicherungen müssen aber auch keine solche Police anbieten.

Söder warnte davor, dass solche Schadensfälle wegen des Klimawandels in Mittel- und Westeuropa weiter zunehmen werden: „Auch bei uns wechseln sich vermehrt Dürren und Hochwasser ab. Deswegen müssen wir neben Klimaschutzmaßnahmen auch Klimaanpassung betreiben.“ Die Versicherungs-Wirtschaft lehnt bislang eine von den Bundesländern geforderte verpflichtende Elementarschadenversicherung für Immobilienbesitzer ab und fordert als eine Grundbedingung strengere Vorschriften für Neubaugebiete. Auch der Ministerpräsident mahnte diesbezüglich mehr Problembewusstsein bei den verantwortlichen Kommunen an. (00/1709/06.06.2024)