Der Eigenanteil für einen Platz in Pflegeheimen in Hamburg ist insbesondere wegen höherer Personalkosten in der Pflege deutlich gestiegen. Das geht aus einer Analyse des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Dem vdek zufolge müssen Senioren im ersten Jahr durchschnittlich 3.284 Euro bezahlen. Das seien 342 Euro und damit rund zwölf Prozent mehr als im Januar 2025. Hamburg liege damit leicht über dem Bundesdurchschnitt.
„Dass das Pflegepersonal gut bezahlt wird, ist eine richtige Entwicklung, die wir begrüßen“, erklärte Kathrin Herbst, Leiterin der vdek-Landesvertretung. Falsch sei aber, dass die Pflegebedürftigen den Lohnzuwachs zu einem Großteil allein schultern müssten. „Wir brauchen eine nachhaltige Reform der Pflegefinanzierung, die Pflegebedürftige in Pflegeheimen signifikant entlastet“, forderte Herbst.
Auch für Unterkunft, Verpflegung, Gebäude-Instandhaltung und die Ausbildung von Pflegekräften müssen die Pflegebedürftigen den Angaben nach erneut mehr zahlen. Herbst: „Investitions- und Ausbildungskosten sind Sache des Staats. Würde das Bundesland Hamburg sein politisches Versprechen einlösen und die Investitionskosten übernehmen, könnten Pflegebedürftige 571 Euro im Monat sparen. Die Übernahme der Ausbildungskosten würde die Pflegebedürftige um weitere 195 Euro entlasten.“