Hannover. Die Schwerhörigenseelsorgerin Beate Gärtner hat sich dafür ausgesprochen, dass Menschen mit Höreinschränkung ihre Situation klar kommunizieren. „Wir sollten mit aufrechtem Kreuz von unserer Behinderung sprechen, wir müssen sie aber nicht klagend vor uns hertragen“, sagte die Beauftragte der hannoverschen Landeskirche für Schwerhörigenseelsorge. Seit August hat sie ihre Position am Zentrum für Seelsorge und Beratung in Hannover inne.
Gärtner selbst hat eine erbliche Erkrankung, die dazu geführt hat, dass sie mittlerweile hochgradig schwerhörig und dadurch schwerbehindert ist. In einer Eins-zu-eins-Gesprächssituation ist die Behinderung der Pastorin, die mit einem Stellenanteil auch im Kirchenkreis Aurich tätig ist, kaum wahrzunehmen. Sie könne einem Gespräch in einem nicht zu großen Raum dann folgen, wenn wenig Umgebungsgeräusche vorhanden seien, ihr Gegenüber sich ihr zuwende und keine Maske trage, sagte sie.

