Konstellationen für den "perfekten Sturm" aus Instabilität, Feuchtigkeit, Scherung und Klimawandel treten laut Meteorologen zunehmend auf. Schäden gab es jetzt in Australien - Co-Ausrichter der nächsten Klimakonferenz.
Tennisballgroße Hagelkörner sind nach einem heftigen Frühlingssturm im australischen Bundesstaat Queensland niedergegangen und haben zu Stromausfällen in mehr als 95.000 Haushalten geführt. In Brisbane an der Küste des Südpazifiks seien am Dienstag Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu 14 Zentimetern gemeldet worden, hieß es auf der Internetseite des australischen Wetterdienstes.
Die Hagelbrocken hätten in der Küstenstadt Autos, Solaranlagen, Stromleitungen und Dächer beschädigt. Das Unwetter sei zudem mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern und mehr als 800.000 Blitzeinschlägen über die Ostküste Australiens gezogen. Es wurden weitere schwere Gewitter erwartet. Das Unwetter ziehe Richtung Südosten und werde auch Teile des Bundesstaats New South Wales in Mitleidenschaft ziehen, hieß es.
Australiens Jahreszeiten sind denen der nördlichen Hemisphäre entgegengesetzt. Der Herbst in hiesigen Breiten ist auf der Südhalbkugel Frühlingszeit.
Australien und die pazifischen Inseln sind stark vom Klimawandel betroffen. Zugleich ist Australien eines der größten Förder- und Exportländer fossiler Rohstoffe. Gemeinsam mit der Türkei richtet Australien 2026 die COP31 genannte internationale Klimakonferenz aus. Die Türkei wird in Antalya Gastgeber sein, während Australien die Rolle des Verhandlungsführers übernimmt. Australien wird zudem eine Vorkonferenz für Staats- und Regierungschefs ausrichten, um auf die existenzielle Bedrohung durch den Klimawandel für die australisch-pazifische Region aufmerksam zu machen.