Exil-Iraner demonstrieren in Berlin

Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran ist es am Samstag in Berlin zu mehreren Demonstrationen gekommen. Zugleich verstärkte die Polizei ihre Präsenz unter anderem vor jüdischen Einrichtungen in der Hauptstadt. Am Nachmittag startete vom Potsdamer Platz ein Demonstrationszug mit etwa 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie eine Polizeisprecherin bestätigte. Viele Menschen, darunter zahlreiche Exil-Iraner, trugen dabei die bis 1979 gültige Staatsflagge des Iran. Vereinzelt hieß es auf Schildern „Free Iran“ und „Thank you Trump and BB“. Die Abschlusskundgebung war vor dem Brandenburger Tor geplant.

Vor dem Roten Rathaus in Berlin war für den Nachmittag eine weitere Kundgebung unter dem Motto „Hände weg von Iran“ mit rund 50 Teilnehmern angemeldet worden. Auch vor der iranischen Botschaft in Berlin-Dahlem sollte es eine Kundgebung geben. Sie stand unter dem Motto „Stoppt Hinrichtungen im Iran/Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran“. Die Veranstaltungen wurden laut Polizei von insgesamt rund 450 Polizistinnen und Polizisten begleitet.

Die Berliner Polizei kündigte an, „angesichts der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten“ die Lage sehr genau zu beobachten. Sie stehe in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden, twitterte die Pressestelle der Berliner Polizei. Für Berlin bestehe nach derzeitigem Stand keine akute Gefährdung. Die Polizei sei aber „präsent, wachsam und vorbereitet“: „Wir schützen nach wie vor besonders sensible Einrichtungen.“ Dafür seien vorsorglich weitere Einsatzkräfte mobilisiert worden.

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