Der Schutz des Auerhuhns in Baden-Württemberg zeigt laut Landwirtschaftsministerium erste positive Ergebnisse. Die Zahl der balzenden Hähne habe sich in den vergangenen Jahren auf einem niedrigen Niveau stabilisiert, im Nationalpark Schwarzwald steige sie sogar, schreibt das Ministerium in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion. Gleichzeitig sei das Verbreitungsgebiet der Tiere seit 2014 um rund ein Fünftel geschrumpft, von 34.000 auf 27.000 Hektar.
Ein 2023 veröffentlichter Maßnahmenplan soll den Erhalt der Art sichern, hieß es weiter. Er konzentriert sich auf die Verbesserung des Lebensraums, die Vermeidung von Störungen sowie die Jagd auf Fressfeinde wie den Fuchs.
Fortschritte gibt es auch bei der Wiederansiedlung des Luchses. Im Rahmen eines Projekts im Schwarzwald wurden bislang fünf Tiere ausgewildert, von denen derzeit noch vier im Nordschwarzwald leben. Eine Luchsin verstarb an einer Staupe-Erkrankung. Das Projekt soll die kleinen, isolierten Luchsvorkommen in Mitteleuropa genetisch stärken.
Beim Management von invasiven Tierarten plant die Landesregierung schärfere Regeln. Für Arten wie Waschbär, Nutria und Nilgans soll die Schonzeit aufgehoben werden, wobei der Schutz von Muttertieren erhalten bleibt. Besonders im Fokus steht der Sikahirsch, der sich nicht weiter ausbreiten soll. Seine einzige bekannte wildlebende Population im Klettgau an der Grenze zur Schweiz soll möglichst beseitigt werden, um eine Vermischung mit dem heimischen Rotwild zu verhindern. (0088/14.01.2026)