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Schulessen für 100 Millionen Kinder weltweit: Bund startet Programm

Mit einem neuen Hilfsprogramm sollen bis 2030 etwa 100 Millionen Kinder weltweit Zugang zu Schulessen und Bildung bekommen. Die Bundesregierung steuert dazu 25 Millionen Euro bei – die Ziele sind langfristig.

Ein neues internationales Hilfsprogramm soll in den kommenden Jahren 100 Millionen Kindern den Zugang zu Schulessen und Bildung ermöglichen. Im Rahmen der Landwirtschaftsmesse Grüne Woche in Berlin hat Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) am Freitag den sogenannten School Meals Accelerator gestartet. “Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben ohne Hunger”, sagte Radovan. “Hunger ist kein Naturgesetz, sondern menschengemacht, eine Folge von Armut oder Kriegen. Deutschland wird weiterhin ein starker Partner in der internationalen Zusammenarbeit gegen den Hunger sein.”

An dem Gesamtvolumen des Programms in Höhe von 80 Millionen Euro beteiligt sich der Bund mit 25 Millionen, wie ein Ministeriumssprecher der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte. Der School Meals Accelerator unterstützt nach Angaben des Ministeriums Schulernährungsprogramme in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik.

Das Programm stelle nationalen Regierungen Wissen, Beratung und Unterstützung zur Verfügung, um Schulernährungsprogramme langfristig eigenständig und nachhaltig aufzubauen und zu finanzieren. Ein zentraler Ansatz seien regionale Mahlzeiten. Schulen sollen demnach Lebensmittel aus der Region beziehen und sollen direkt bei lokalen Anbietern kaufen. So kämen regionale Produkte auf den Teller der Kinder – und gleichzeitig entstünden Arbeitsplätze, Einkommen und nachhaltige Wertschöpfung vor Ort.

Initiatoren sind neben dem Bund das UN-Welternährungsprogramm WFP, die Rockefeller Stiftung und die Novo Nordisk Stiftung. Das Programm ist eingebettet in ein globales Unterstützernetzwerk von mehr als 100 Ländern und 150 Partnerorganisationen.