Schönstes deutsches Buch 2025 über KZ Buchenwald

Das am schönsten gestaltete deutsche Buch in diesem Jahr handelt vom KZ Buchenwald bei Weimar. Der Band des Fotografen Christian Rothe: „Buchenwald - Im Dickicht von Ettersberg“ hat den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Stiftung Buchkunst 2025“ gewonnen, wie die Stiftung anlässlich der Prämierung am Freitagabend in Frankfurt am Main mitteilte. Eine fünfköpfige Jury wählte den von Hartmann Books in Stuttgart verlegten Preisträger aus den 25 „schönsten deutschen Büchern“ des Jahres aus, die im Juni aus rund 600 Einsendungen hervorgegangen waren.

Sieben Jahre lang durchstreifte der Fotograf Christian Rothe den Angaben zufolge das weitläufige Areal des ehemaligen Konzentrationslagers und hielt mit einer analogen Großbildkamera fest, was sich im Detail offenbart. Kaum noch erkennbare Fundamente, undurchdringliches Dickicht, zu erahnende Treppen und verrottete Gleise - „fast meint man, beim Betrachten eine mahnende Stille zu fühlen“.

„Ein Buch voller Wucht und Würde, das durch eine eindringliche, respektvolle und mutige Annäherung an ein schreckliches Thema überzeugt“, lobte die Jury. Mit den atmosphärischen Fotografien auf hochwertigem Naturpapier, begleitet von literarischen Texten aus bekannten Romanen einstiger KZ-Häftlinge, „schafft das Buch einen Erfahrungsraum, der Distanz bietet und zugleich emotional packt“, so die Jury. „Durch das stimmige Zusammenspiel von Gestaltung, Materialwahl, Druck und Bindung entstand ein engagiertes Werk, das nachhallt.“

Darüber hinaus ehrte die Stiftung Buchkunst die Prämierten des „Förderpreises für junge Buchgestaltung“ für „außergewöhnliche, neue Ideen zu gedruckten Büchern oder hybriden Buchformen“. Die mit je 2.000 Euro dotierten Preise gingen an Dayeon Auh („All the Games We Could Have Played“), Luis Adrian Borchardt („Anti-Environments“) sowie Nora Börding und Anne Speltz („The forgotten stories of the 'Boat Driver'“).

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