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Schleswig-Holstein genehmigt Abbau des Kernkraftwerks Krümmel

Das Land Schleswig-Holstein hat die Stilllegung und den Abbau des Kernkraftwerks Krümmel (Geesthacht bei Hamburg) genehmigt. Die Genehmigung sei am Donnerstag erteilt und an die Betreibergesellschaft Vattenfall übergeben worden, teilte das Kieler Umweltministerium mit. Das Kernkraftwerk ist seit 2009 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Abbauarbeiten würden voraussichtlich rund 15 Jahre dauern, hieß es.

„Mit der heute erteilten Genehmigung geht der ehemals größte Siedewasserreaktor der Welt in die Abbauphase“, sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne). Sein Ministerium informierte, der Strahlenschutz besitze während des gesamten Abbaus oberste Priorität. Alle Abbauschritte würden deshalb eng von der atomrechtlichen Aufsicht überwacht. Viele Teilschritte, wie etwa der Abbau von Systemen, bedürften einer Zustimmung der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde, damit die Rahmenbedingungen und das Ziel der Strahlenminimierung bestmöglich eingehalten werden.

Die ersten vorbereitenden Maßnahmen seien bereits im Nachbetrieb durchgeführt worden. Beispielsweise seien die Brennelemente in das benachbarte Zwischenlager gebracht und die umfangreiche Systemdekontamination zur Strahlenminimierung durchgeführt worden.

Der Genehmigungsbescheid für die Stilllegung und den Abbau des Kernkraftwerks umfasst die gesamte Abbauphase bis hin zum Ende der atomrechtlichen Überwachung. Für das Genehmigungsverfahren erhebt das Land von der Betreibergesellschaft Vattenfall den Angaben zufolge eine Gebühr in Höhe von einer Million Euro.