Schlag gegen Drogenhandel – 88.000 Verdächtige festgenommen

Die Drogenproduktion in Thailand ist im Vergleich zu den Nachbarländern Laos und Myanmar zurückgegangen. Drogensyndikate nutzen aber Thailand aufgrund seiner Lage als Transitland für den internationalen Drogenhandel.

Thailändische Behörden haben bei einer Razzia gegen Drogenkartelle mehr als 330 Millionen Meth-Amphetamin-Tabletten beschlagnahmt. Die insgesamt viermonatige Operation führte zur Festnahme von etwa 88.000 Verdächtigen und zur Einfrierung von Vermögenswerten im Wert von umgerechnet knapp 100 Millionen Euro, wie Thailands Premierminister Anutin Charnvirakul am Dienstag thailändischen Medien mitteilte.

Anutin sagte: "Es geht nicht nur um die Menge der beschlagnahmten Drogen, sondern um die Zerschlagung der Infrastruktur dieser Netzwerke." Dabei sei egal, ob sie von internationalen Drahtziehern gesteuert oder von lokalen Politikern unterstützt würden. Außer den Meth-Amphetamin-Tabletten seien auch elf Tonnen Crystal Meth und fast zwei Tonnen Ketamin beschlagnahmt worden.

Thailand wählt am 8. Februar in vorgezogenen Neuwahlen ein neues Parlament. Die Bhumjaithai-Partei von Premier Anutin befindet sich laut aktuellen Umfragen im Aufwind. Als Gründe sehen Beobachter die Nationalismuswelle durch den Militärkonflikt mit Kambodscha sowie populäre Maßnahmen gegen Drogenhandel und Online-Betrug.

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