Immer mehr Sächsinnen und Sachsen leiden unter psychisch bedingten Schlafstörungen. Wie eine am Dienstag in Hannover veröffentlichte Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergab, waren im Jahr 2024 insgesamt 23 von 1.000 Versicherten betroffen. 2019 waren es etwa 15 Fälle auf 1.000 Versicherte und fünf Jahre zuvor zehn Fälle.
Damit sei die Zahl der ambulanten Diagnosen so stark gestiegen wie in keinem anderen Bundesland. Im Zehnjahresvergleich bedeute dies einen Anstieg von gut 128 Prozent. Laut einer KKH-Hochrechnung waren im vergangenen Jahr insgesamt rund 92.500 Menschen in Sachsen von Schlafstörungen psychischer Art betroffen.
Das im Bundesländervergleich geringste Plus von 2014 auf 2024 verzeichnet laut KKH-Angaben mit rund vier Prozent das Saarland, die wenigsten Fälle wiederum gab es in Niedersachsen und Bremen (13 pro 1.000 Versicherte). Das deutschlandweite Mittel lag 2024 bei einem Anstieg von 73,5 Prozent sowie 18 Diagnosen pro 1.000 Versicherte.
Ursachen für nächtliches Wachliegen oder auch Albträume können Konflikte und Überforderung in Beruf und Privatleben sein, traumatische Ereignisse wie etwa der Verlust eines nahestehenden Menschen oder der Dauerkrisen-Modus in Deutschland und der Welt. Auch die Nutzung digitaler Geräte oder der Konsum von Alkohol könnten die Schlafqualität negativ beeinflussen.
Zu den Betroffenen zählt, wer über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten nicht einschlafen oder durchschlafen kann.