Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz schreitet massiv voran. Gerade kreative Berufe sollten sich dem Mega-Trend jedoch nicht kampflos ergeben, meint Schauspieler Christoph Maria Herbst
Die Kreativbranche sollte nach Ansicht von Schauspieler Christoph Maria Herbst der Künstlichen Intelligenz (KI) entschlossener die Stirn bieten. “Wenn wir über die Konsequenzen für die kreativen Berufe reden, müssen wir Sprecher, Schauspieler und alle anderen uns solidarisieren, mit einer kräftigen Stimme auftreten und für unsere Rechte eintreten”, sagte Herbst in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). “Wir haben nicht nur ein Recht am eigenen Bild, sondern verdammt noch mal auch an der eigenen Stimme.”
Noch sei die KI nicht an dem Punkt, der Menschen überflüssig mache, betonte Herbst. “Wenn ich aus Spaß bei der KI mal irgendwelche Fragen eingebe, ist bei den Antworten 50 Prozent Bullshit dabei. Aber: Immer sehr höflich formuliert, sehr amerikanisch eben.”
Am 4. Dezember startet “Stromberg – Wieder alles wie immer”. Herbst übernimmt in der Satire auf den Büroalltag wieder die Hauptrolle des Bernd Stromberg. Auf die Frage, wie sich der Wandel in der Arbeitswelt im Kinofilm niederschlage, antwortete Herbst: “Gutes bleibt.” So werde immer noch Kaffee getrunken: “Was wären ein Flex Desk oder Coworking Space ohne Kaffeemaschine – auch wenn’s heute ein Latte Macchiato sein darf?”