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Schau in Völklingen – Als der Röntgenblick die Welt veränderte

130 Jahre nach ihrer Entdeckung widmet sich die Völklinger Hütte dem Phänomen der Röntgenstrahlen. Die Ausstellung „X-Ray“ zeigt, wie Röntgens Entdeckung Kunst, Film, Mode und Wissenschaft bis heute inspiriert.

Ab Sonntag zeigt Völklinger Hütte die neue Ausstellung “X-RAY – Die Macht des Röntgenblicks”. Sie sei die erste Ausstellung überhaupt, die sich dem Phänomen der Röntgenstrahlen und den kulturellen Aspekten des Röntgenblicks widme, teilten die Verantwortlichen des im Saarland liegenden Unesco-Weltkulturerbes im Vorfeld mit. Die Schau thematisiere den Röntgenblick etwa in Kunst, Kino, Film oder Mode. Der deutsche Physiker und Hochschullehrer Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die “X-Strahlen”. 1901 erhielt er dafür den Nobelpreis für Physik.

Röntgens Entdeckung sei eine technische und wissenschaftliche Sensation gewesen und zugleich “das spektakulärste Ergebnis der Suche nach dem Unsichtbaren um 1900”, so die Ausstellungsmacher. Das Sichtbarmachen verborgener Strukturen inspiriere Wissenschaftler sowie Künstlerinnen und Künstler bis heute.

Zu sehen sind etwa die drei “geröntgten” Pokerspieler des britischen Fotografen und Künstlers Nick Veasey – sein Werk “Poker” stammt aus dem Jahr 2020. Oder das Filmposter zum amerikanischen Science-Fiction-Horrorfilm “X: The Man with the X-ray Eyes” (Der Mann mit den Röntgenaugen) von 1963.

Die Ausstellung zeige zudem Röntgentechnik, etwa früheste Röntgenbilder, sowie ein Pedoskop, also ein von 1920 bis in die 1960er Jahre gebräuchliches Röntgengerät zur Überprüfung der Passform von Schuhen. Auch Röntgen-Satelliten zur Erforschung des Weltraums würden in der Ausstellung thematisiert.

Offiziell eröffnet wird X-Ray am Samstagabend – genau 130 Jahre nach Röntgens Entdeckung der X-Strahlen. Angekündigt ist unter anderem Saarlands Kulturministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Die Ausstellung wird bis 16. August 2026 zu sehen sein.