Sanierung des Lindenau-Museums in Altenburg finanziell abgesichert

Bund und Land unterstützen die Sanierung des Lindenau-Museums im thüringischen Altenburg mit insgesamt 48 Millionen Euro. Das Haus sei ein kultureller Anker für Altenburg und eine identitätsstiftende Einrichtung für die Region, erklärte die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), am Dienstag zur Übergabe des Fördermittelbescheides vor Ort. Gerade in Regionen, in denen Menschen das Gefühl haben, abgehängt zu sein, sei es wichtig, solche Kulturprojekte auch finanziell zu unterstützen.

Kaiser betonte, das Haus habe auch während der langen Schließung seit 2020 sein Engagement und seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Es habe in Ausweichquartieren und auch digital weitergearbeitet.

Trotz der erst jetzt bewilligten Förderung laufen Planungs- und Abrissarbeiten bereits seit mehreren Jahren. Der eigentliche Baubeginn wurde jedoch wegen des fehlenden Bescheids mehrfach verschoben. Spätestens zum 250. Geburtstag des Museumsgründers Bernhard August von Lindenau am 11. Juni 2029 soll das Museum wieder öffnen.

Kulturstaatssekretär Steffen Teichert (parteilos) betonte, das Museum stehe schon mit der Person seines Gründers Lindenau (1779-1854) sinnbildlich für die kulturelle Identität Thüringens. Der heutige Freistaat verfüge über zahlreiche Orte, die sich mit Weimar und Gotha messen könnten. Das Museum verfüge nicht nur über einzigartige Sammlungen, sondern werde mit der Sanierung wieder stärker zu einem Ort der Bildung weiterentwickelt.

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