Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks (CDU) hat auf der Tagung der sächsischen Synode den Verdienst der Kirchen in der friedlichen Revolution 1989 hervorgehoben. „Es waren vielerorts die Kirchen, die schon Jahre zuvor so etwas wie einen Zufluchtsort, einen sicheren Raum geboten haben“, sagte Dierks am Freitagabend in Dresden. Es seien Pfarrerinnen und Pfarrer gewesen, „die mit dafür gesorgt haben, dass die friedliche Revolution nicht nur erfolgreich, sondern auch friedlich war“.
Viele Akteure und Akteurinnen aus den kirchlichen Räumen hätten in unterschiedlichen Parteien im ersten sächsischen Landtag mitgearbeitet. Die konstituierende Sitzung fand am 27. Oktober 1990 in der Dresdner Dreikönigskirche statt. Dort tagt seit 1990 auch die Synode.
Die Konstituierung eines jeden neuen sächsischen Landtags beginne jeweils mit einem Gottesdienst, sagte Dierks. Es sei aber „nicht nur dieser Gottesdienst, in dem Gott einen Platz im sächsischen Landtag hat“. Denn zumindest diejenigen, die sich dem christlichen Glauben verbunden fühlen, beenden ihre Eidesformel mit den Worten „Ja, mit Gottes Hilfe“.
Dies bringe auch zum Ausdruck, dass „Politikerinnen und Politiker bei allen Entscheidungen, die sie treffen, doch immer in Rechnung stellen sollten, dass es eine Macht gibt, die größer ist als der Einzelne“, sagte Dierks. Diese Formel gebe aber auch „das Zutrauen und die Hoffnung, dass es gelingen kann, eine gute Zukunft zu gestalten“ - sowohl in der Kirche als auch in der Politik.