Am Erweiterungsbau Graphische Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar ist am Donnerstag Richtfest gefeiert worden. Der Thüringer Kulturminister und Stiftungsratsvorsitzende Christian Tischner (CDU) würdigte das Projekt im Weimarer Norden als zukunftsweisend. Mit 8,4 Millionen Euro Landesmitteln werde das kulturelle Erbe des Freistaats langfristig geschützt.
Tischner betonte, der Erweiterungsbau stärke die Graphischen Sammlungen und zeige, „wie verantwortungsvolle Kulturpolitik aussieht“. Es werde damit nicht nur in ein Gebäude investiert, sondern in die kulturelle Widerstandskraft kommender Generationen.
Stiftungspräsidentin Ulrike Lorenz sprach von einem Meilenstein. Das Bauvorhaben liege im Zeit- und Kostenrahmen. Die Fertigstellung sei weiterhin für Ende 2026 vorgesehen. Die Fertigstellung des auch architektonisch ambitionierten Gebäudes sei die Voraussetzung für eine Zusammenfassung der Sammlungen unter optimalen Arbeits- und Lagerbedingungen. Künftig könne die vorhandene Infrastruktur zur Vorlage der Kunstobjekte für Besucher sowie für die Anlieferung und Dekontaminierung gemeinsam genutzt werden.
Der Neubau ist Teil des Sammlungs- und Restaurierungszentrums und soll erweiterte Räume für Restaurierungswerkstätten sowie zusätzliche Depotflächen mit optimalen klimatischen Bedingungen bieten. Auch das Zentrum für Zeichnungsforschung der Direktion Museen und das Archäometrielabor sollen dort einziehen. Die Stiftung betont die nachhaltige Errichtung und spätere energieeffiziente Nutzung des Gebäudes.