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Richter Abel mit Saar-Medienpreis “Goldene Ente” ausgezeichnet

Der Richter am Landgericht Saarbrücken, Sebastian Abel, hat am Samstagabend den undotierten Medienpreis „Goldene Ente“ der Landespressekonferenz (LPK) Saar in Saarbrücken erhalten. Eine freie, unabhängige, sachliche, unvoreingenommene und vielfältige Presselandschaft sei einer der Pfeiler der Demokratie, erklärte der stellvertretende Leiter der gemeinsamen Pressestelle am Oberlandesgericht des Saarlandes. Früher habe es oft geheißen, dass die Justiz durch ihre Urteile spreche. Die Kommunikation über diese sei aber fast genauso wichtig wie die Urteile an sich.

„Wenn wir darüber sprechen und Sie darüber berichten, dann steigt die Akzeptanz dieser Urteile in der Bevölkerung“, betonte er. Deswegen sei er dankbar, dass er Journalistinnen und Journalisten zuarbeiten dürfe, damit sie diese Aufgabe erfüllen könnten. Die Auszeichnung sei eine „ganz große Ehre“. Abel erklärte, dass Pressearbeit aber vor allem Teamarbeit sei. Er stehe somit nur stellvertretend für viele andere Menschen.

Mit dem Ehrenpreis „Goldene Ente“ zeichnet die LPK Saar seit 1973 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihren offenen Umgang mit der Presse aus. Abel engagiert sich laut LPK dafür, Journalisten umfassend und zeitnah über Prozesse und ihre Hintergründe zu informieren. Dabei versuche er nicht, Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung zu nehmen. Auch gebe er keine Informationen preis, die über einen rechtlich zulässigen Rahmen hinausgingen. Er leiste „einen wertvollen Beitrag zu einer transparenten Justiz und zugleich zu einer verständlichen Berichterstattung“.

Zuletzt ging die „Goldene Ente“ an den Virologen Jürgen Rissland. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem auch die frühere CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und der ehemalige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn. Mittlerweile wird die Auszeichnung alle zwei Jahre vergeben.