Retrospektive von Günter Fruhtrunk im Kunstmuseum Bonn

Zum 100. Geburtstag von Günter Fruhtrunk (1923-1982) zeigt das Kunstmuseum Bonn ab Donnerstag eine Retrospektive des Malers und Grafikers. Die Ausstellung „Günter Fruhtrunk. Retrospektive 1952-1982“ präsentiert bis zum 10. März rund 60 Werke aus allen Schaffensphasen. Fruhtrunks Werk ist vom Konstruktivismus und von der Konkreten Kunst geprägt. Seine Arbeiten zeichnen sich durch klare Linien, geometrische Formen und kontrastreiche Farben aus. Mithilfe mathematischer Methoden und geometrischer Berechnungen erzeugte er in seinen Bildern optische Täuschungen und ein Gefühl von Bewegung sowie Vibration und Flimmern.

Die Ausstellung wolle die bislang noch nicht genügend gewürdigte Bedeutung des Werks Fruhtrunks aufarbeiten, sagte Museumsdirektor Stephan Berg bei der Präsentation der Schau am Dienstag. Fruhtrunk war ab1967 bis zu seinem Tod Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München. Breitere Aufmerksamkeit erlangten seine Arbeiten 1968 durch die Teilnahme an der Documenta 4 in Kassel. Bekannt wurde er auch durch das ikonische blau-weiße Diagonalmuster, das er 1970 für die Plastiktüte von Aldi Nord entwarf.

Die Ausstellung beleuchtet Fruhtrunks Werkentwicklung in drei großen Blöcken: Sie reflektiert zunächst das bislang wenig gezeigte Frühwerk zwischen 1950 und 1954. Der zweite Schwerpunkt beschäftigt sich mit den späten 50er und 60er Jahren, in denen Fruhtrunk seine geschichteten Streifenbilder entwickelte. Den Abschluss bilden Werke aus den 70er und frühen 80er Jahren, in denen sich die Streifenstruktur zu Feldern und Flächen ausbildet.

👋 Unser Social Media