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Reisetrends drücken Besucherzahl bei Marc-Aurel-Schau – 146.000 Gäste

Die Marc-Aurel-Schau hat Trier rund 146.000 Besucher beschert. Trotz geringerer Resonanz als bei früheren Landesausstellungen werten Stadt und Museen dies als Erfolg. Es gebe neue Reisetrends und weitere Gründe.

Rund 146.000 Gäste haben in den vergangenen Monaten die Marc-Aurel-Schau in Trier besucht. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) bezeichnete am Montag in einer ersten Bilanz Trier als das Zentrum der Antike hierzulande, das durch sein “einzigartiges historisches Erbe” großen Anklang finde. “Die große Landesausstellung hat sich erneut als wichtiger Wirtschaftsfaktor erwiesen und Kulturbegeisterte von überall an die Mosel geführt”, sagte er.

Die Schau über den Philosophenkaiser Marc Aurel (121-180) präsentierte von Juni bis November rund 400 Ausstellungsstücke aus dem Vatikan, Italien, Frankreich und weiteren Ländern.

Innenminister Michael Ebling (SPD) sagte zu, Rheinland-Pfalz werde auch künftig immer wieder durch Landesausstellungen ins kulturelle Erbe investieren. Er verwies auf das aus seiner Sicht “positive Feedback der Besucherinnen und Besucher”. Die Schau “darf als voller Erfolg” gelten. Allerdings liegen die Besucherzahlen deutlich unter der Vorgänger-Ausstellung “Der Untergang des Römischen Reichs” im Jahr 2022.

Damals kamen laut Ausstellungsbilanz 205.000 Besucherinnen und Besucher. Rund 160.000 Gäste kamen nach Angaben zur Karl-Marx-Ausstellung im Jahr 2018.

Dennoch sprachen die diesjährigen Veranstalter mit Blick auf 146.360 Ausstellungsbesuche von einer “fantastischen Zahl”. Es gebe “Verschiebungen auf dem Reisemarkt” und “allgemeine Kostensteigerungen” für Kulturevents. Sie verwiesen zudem darauf, dass “nur zwei statt wie bisher drei Museen” beteiligt waren. Daher sei die Marc-Aurel-Ausstellung ein Erfolg.

“Trier hat sich als Schauplatz für erfolgreiche Großausstellungen einmal mehr bewährt”, erklärten der Direktor des Rheinischen Landesmuseums, Marcus Reuter, und die Direktorin des Stadtmuseums Simeonstift, Viola Skiba. Anfang 2026 soll es eine Analyse zur Wertschöpfung der Landesausstellung geben.