Als eine „große Aufgabe der Gesellschaft“ hat die Bayreuther evangelische Regionalbischöfin Berthild Sachs bezahlbare Pflege und die Hospiz- und Palliativversorgung bezeichnet. In einem Gottesdienst zu Beginn der Herbsttagung der bayerischen Landessynode in Amberg sagte die Theologin am Sonntagabend in der Paulanerkirche in Amberg, es sei zudem eine große Aufgabe für pflegende Angehörige und Menschen, die Sterbende begleiten.
Kluge Vorsorge fürs Sterben sei „nicht die minutiöse Planung eines terminierten und assistierten Sterbens“ so Sachs am „Ewigkeitssonntag“. Sondern es seien die geistlichen, seelischen und sozialen Ressourcen, von denen sich ein Leben in Würde bis zuletzt ernähren könne.
Gut vorbereitet zu sein, mache aber auch die Kirche gelassener, wenn sie die Frage umtreibe: „Wie sorgen wir rechtzeitig vor, damit uns die Strahlkraft nicht ausgeht?“ Die Regionalbischöfin riet in ihrer Predigt dazu, Energiereserven zu füllen. Gut vorbereitet und gut bevorratet zu sein, mache auch Kirche gelassen und resilient. Sie werde sich Gebäude nicht mehr leisten können und Rücklagen würden dahinschmelzen, „aber es kommt nicht aufs Gefäß an, sondern auf den Inhalt“. Die Kirche könne Trostworte und Geschichten vom Leben weitergeben, zu Segensformen oder Auszeiten einladen oder andere begleiten, damit sie Glauben nachtanken könnten.
Das evangelische Kirchenparlament berät seit Sonntag unter anderem über den landeskirchlichen Haushalt, Strukturfragen und die Entwicklung der Landeskirche bis 2035. Die Herbsttagung ist die letzte der aktuellen Wahlperiode. Am 7. Dezember werden die Mitglieder der Synode neu gewählt. (3689/23.11.2025)