Regionalbischöfin Friederike Spengler wird Friedensbotin

Die Friedensbewegung der DDR hat Erfurts Regionalbischöfin früh geprägt. Im November vertritt Friederike Spengler die Ökumenische Friedensdekade als Botschafterin.
Regionalbischöfin Friederike Spengler wird Friedensbotin
Friederike Sprengler wird Friedensbotin der Ökumenischen Friedensdekade 2026
epd-bild / Heike Lyding

Die Erfurter Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friederike Spengler, wird Friedensbotin der Ökumenischen Friedensdekade 2026. Die Theologin soll während der bundesweiten Aktionstage vom 8. bis 18. November für Engagement für Frieden und Gewaltfreiheit werben, teilte das Landeskirchenamt am Freitag in Erfurt mit.

Als Friedensbotin will Spengler dazu aufrufen, das biblische Zeugnis als Auftrag für gesellschaftliches Handeln zu verstehen. Angesichts internationaler Krisen dürfe man sich „nicht mit der Logik der Gewalt abfinden“, erklärte sie. Frieden sei keine naive Hoffnung, sondern erfordere Mut zum Widerspruch gegen Hass, Gleichgültigkeit und Aufrüstung. Das Motto der diesjährigen Aktionswoche lautet „couragiert widerständig“.

Friederike Sprengler geprägt von "Schwerter zu Pflugscharen"

Spengler wurde 1968 in Leipzig geboren und erlebte die Friedensbewegung der DDR aus eigener Erfahrung. Als Jugendliche beteiligte sie sich an Aktionen rund um das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“, das in den 1980er Jahren zum Zeichen kirchlichen Friedensengagements wurde. Diese Erfahrungen hätten ihr Verständnis von Glauben und Zivilcourage geprägt, erklärte Spengler.

Die Ökumenische Friedensdekade findet seit 1980 jährlich in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Gemeinden und Initiativen laden bundesweit zu Gebeten, Gottesdiensten und Diskussionsformaten ein. Seit 2020 benennen die Organisatoren Friedensbotinnen und Friedensboten, die das Anliegen öffentlich vertreten. Botschafter waren bisher unter anderem der Liedermacher Konstantin Wecker und die Kinderbuchautorin, Lioba Meyer.

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