Ein Gremium geht, ein neues soll kommen. Auf der mutmaßlich letzten Sitzung des Synodalen Ausschusses wollen Bischöfe und Laien die Satzung für eine Synodalkonferenz verabschieden. Das Vorhaben ist nicht unumstritten.
Ein Kapitel im Reformdialog der katholischen Kirche in Deutschland schließt sich - das nächste öffnet sich womöglich bald schon. Am Freitag und Samstag kommen Bischöfe und Laien zum voraussichtlich letzten Mal zu einer Sitzung des Synodalen Ausschusses zusammen. Der nominell aus 74 Mitgliedern bestehenden Ausschuss sollte unter anderem die Voraussetzungen für ein Gremium schaffen, in dem Bischöfe und Laien ihre Beratungen verstetigen können. Bei dem bevorstehenden Treffen in Fulda wollen die Teilnehmer eine Satzung für eine sogenannte Synodalkonferenz verabschieden.
Das Vorhaben ist nicht unumstritten. In der vergangenen Woche hatte eine Delegation der Deutschen Bischofskonferenz mit hochrangigen Vatikanvertretern in Rom über das Projekt gesprochen. Hintergrund ist, dass der Vatikan immer wieder betonte, dass Laien mit Bischöfen nicht gleichberechtigt entscheiden dürfen. Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Bischöfe deswegen zugesichert, keine neuen Leitungsstrukturen der katholischen Kirche in Deutschland gegen den Willen Roms zu schaffen.
Beobachter erwarten deswegen mit Spannung, welche konkreten Aufgaben die geplante Synodalkonferenz übernehmen soll. Die Abstimmung über die Satzung ist laut Tagesordnung am ersten Tag des Treffens in Fulda, also am Freitag, vorgesehen.