Psychologin: So bleibt man widerstandsfähig, ohne abzustumpfen

Nachrichten über Krisen belasten viele Menschen. Eine Psychologin erklärt, wie man trotz schlechter Nachrichten resilient bleibt, Mitgefühl bewahrt und Ohnmacht in kleine, wirksame Schritte verwandelt.

Die Nachrichten gesehen und danach schier verzweifelt über den Zustand der Welt? Die Psychologin und Psychotherapeutin Anne-Lena Leidenberger hat sechs Tipps parat, wie man bei der aktuellen Nachrichtenlage resilient bleibt und sich das Mitgefühl bewahrt.

: "Umgeben Sie sich mit Menschen, die zuhören, verstehen und stärken - besonders mit denen, denen Sie vertrauen", empfiehlt Leidenberger. Das reduziere das Gefühl von Isolation bei Sorgen und Schmerz.

: "Finden Sie Ihre individuelle Form - sei es Meditation, Sport, ein Hobby oder ein Dankbarkeitstagebuch", rät die Psychologin. Dafür solle man bewusst Zeit einplanen.

: "Lenken Sie emotionale Energie in kleine, konkrete Schritte, zum Beispiel in ehrenamtliches Engagement oder Unterstützung im Umfeld", sagt Anne-Lena Leidenberger: kleine Schritte seien besser als Ohnmacht.

: Ambivalenz zulassen, das kann bedeuten: Hilflosigkeit, Wut und Schutzbedürfnis zugleich zu empfinden. Leidenberger: "Seien Sie mit sich selbst freundlich - es gibt keinen 'perfekten' Umgang mit Krisen."

: "Fragen Sie sich: Was bewegt mich gerade am meisten? Die Wut über Ungerechtigkeit? Die Angst um die eigene Sicherheit oder Freiheit? Das Mitgefühl mit anderen?" So kann man laut Leidenberger die eigenen Gefühle besser einordnen, bessere Entscheidungen im Umgang mit der Situation treffen und letztlich handlungsfähig bleiben.

: Gefühle zeitweise zulassen, aber auch Pausen einlegen, empfiehlt die Psychologin. Nur so bleibe langfristiges Engagement ohne Abstumpfung möglich.

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