Der Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke steht in Halle wegen mutmaßlicher Nazi-Parolen vor Gericht. Das Landgericht Halle hat gegen ihn zwei Verfahren eröffnet, weil der AfD-Politiker bei Parteiveranstaltungen in den Jahren 2021 und 2023 öffentlich eine verbotene Parole der SA verwendet haben soll. Beide Strafverfahren sollen nach einer Entscheidung des Landgerichts gemeinsam verhandelt und entschieden werden.
Höcke wird vorgeworfen, bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Merseburg im Mai 2021 am Ende einer Rede seinen Vortrag mit der Formel „Alles für unsere Heimat, alles für Sachsen-Anhalt, alles für Deutschland“ beendet zu haben. Dabei habe er gewusst, dass es sich bei dem letzten Teil dieser Formel um eine verbotene Losung der SA, der früheren Sturmabteilung der NSDAP, handle.
