Das Bonner Kunstmuseum bietet Kunstprojekten von Bonner Bürgern eine Bühne. Unter der Überschrift „Zwischenspiel“ sind vom 18. Februar bis 6. April fünf ausgewählte Projektgruppen mit ihren Performances, Film- oder Häkelkunstprojekten im Museum aktiv, wie das Kunstmuseum am Dienstag ankündigte. In Eigenregie werden interdisziplinäre oder interaktive Formate auf die Beine gestellt. Für jedes Team stehen jeweils 2.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen von der IVG-Stiftung.
Den Auftakt machen der Filmemacher Konrad Bohley und die Malerin Kerstin Carlsson Am Ende. Als „Raum des Werdens“ können Besucher den beiden dabei zusehen, wie ein Kurzfilm entsteht, in dem der Filmemacher alle Rollen selber spielt und dabei mit vor Ort geschaffenen großformatigen Werken seiner Kunstpartnerin interagiert.
In der zweiten Woche können sich Frauen einem Häkelkollektiv anschließen. Das Projekt des „mutually complementary collective“ sieht Häkeln als „gemeinwohlorientierte Machtergreifung und kollektive Umarmung an unser Selbstvertrauen“. Neben dem Häkeln und dem Austausch sollen Veranstaltungen zu feministischen Themen Selbstwirksamkeit oder Fürsorgearbeit thematisieren. Das geschaffene Häkelkunstwerk soll am Weltfrauentag am 8. März auf die Straße getragen werden.
Im Zentrum der Installation „Billionaire Mindset“ steht ein Video, in dem eine Künstliche Intelligenz (KI) den Besuchern im Stil eines Social Media Reels ihr vermeintliches Versagen vorführt. Dem gegenüber stehen Beispiele scheinbaren Erfolgs zahlloser Influencer. Am 29. März wird die Installation von Karen Eliot interaktiv. Im Ausstellungsraum werden nummerierte Zettel versteckt, die einen Code, eine sogenannte Seedphrase, für ein Bitcoin-Depot oder -Wallet ergeben. Besucher können aus den Zetteln die gesuchte Seedphrase vervollständigen, um das Bitcoin-Wallet für sich zu erobern. Am Folgetag sollen die Erlebnisse reflektiert werden.