Fünf Gemeinden in Baden-Württemberg erproben, wie ungenutzte kirchliche Gebäude zu Orten der Begegnung werden können. In Aichstetten, Ehrenstetten, Völkersbach, Mägerkingen und Wertheim wurden zwei Kirchen und drei weitere kirchliche Gebäude umgestaltet, teilten die Evangelischen Landeskirchen und katholischen Diözesen am Donnerstag mit. Das Land fördert das Projekt.
In den Kirchen und Gemeindehäusern entstehen nun kulturelle Begegnungsorte, multifunktionale Räume und Wohnprojekte. Ziel sei es, die Gemeinschaft zu fördern und den ländlichen Raum zu stärken. Das ökumenische Modellprojekt wird wissenschaftlich von der Evangelischen Hochschule Freiburg und der Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg begleitet, die Leitung liegt beim Erzbistum Freiburg.
Staatssekretärin Sabine Kurtz (CDU) vom Ministerium für den Ländlichen Raum bezeichnete die umgewandelten Immobilien als wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Regionen. „Gerade im Ländlichen Raum sind solche Möglichkeiten von großer Bedeutung, weil sie Gemeinschaft stärken und neue Perspektiven eröffnen“, sagte sie.
Laut Projektleiter Thomas Hegner zeigt die Initiative, dass die Kirche sich für die Bedürfnisse der Menschen öffne. Diözesanbaumeister Thomas Schwieren hob hervor, Dorfkirchen sollten ihren sakralen Charakter behalten, aber an anderen Tagen für die Gemeinschaft geöffnet werden. Sie seien „Knotenpunkte des gemeinschaftlichen Lebens“. (3062/27.11.2025)